Geschichte Firma KÄPPELI AG

Im vorletzten Jahrhundert 1888, gründete der Grossvater von Paul Käppeli als junger Schreiner seinen eigenen Handwerksbetrieb.

 

In dieser Zeit kannte man im Schreinergewerbe noch keine Motor-Antriebsmöglichkeiten. Die erste kombinierte Maschine für Säge-, Fräs- und Bohrarbeiten wurde durch Menschenhand respektive Kraft durch Pedal und Handrad angetrieben.

 

Nach ein paar Jahren baute er sich ein Eigenheim mit Werkstatt und Wohnung. Um den Betrieb mechanisieren zu können, schaffte er sich einen Explosionsmotor mit angebauter Transmission an. Damit konnte er bereits um die Jahrhundertwende eine Hobelmaschine, eine Kehlmaschine und eine Kreis- und Bandsäge betreiben.

 

Damit war ein grosser Durchbruch gelungen, sodass aus der ganzen Region Holzbearbeiter ihre Bretter zum Hobeln brachten. Als kurz vor dem 1. Weltkrieg die Elektrizität Einzug hielt, stellte er bald auf einen Elektromotor um, der wiederum über die Transmission alle Maschinen antrieb.

 

Dieser Urgrossvater war Schreiner und auch für damalige Zeiten ein Generalunternehmer. Er baute ganze Häuser und stellte dazu Maurer und andere Bauhandwerker als Unterakkordanten an.

 

Nach dem 1. Weltkrieg etablierte er sich immer mehr zum Möbelschreiner. In seiner Werkstatt wurden ganze Aussteuern (Wohneinrichtungen) hergestellt und vermarktet.

 

Im Jahre 1933 übernahm sein Sohn Paul den Betrieb, dieser führte das Geschäft durch die mageren 30er Jahre.

 

Im Zug der Zeit verstand es Paul Käppeli sel. neben seinen eigenen Produkten im Möbelhandel Fuss zu fassen. In dieser Sparte konnte er seine Existenz ausbauen.

 

Seit 1959 setzt sich die Firma mit der Ausbildung von Lehrlingen mit Erfolg auseinander.

 

Paul jun. eignete sich eine umfassende Ausbildung an. Im Jahre 1958 erlang der das Eidg. Meisterdiplom als Schreinermeister.

 

Nach der Einarbeitung im väterlichen Betrieb übernahm Paul jun. die Firma im Jahre 1964. Der Betrieb entwickelte sich in den 60er Jahren erfreulich. Ein Schreinerei-Neubau drängte sich auf. 1967 entstand die Werkstatthalle, abgelöst vom alten Betrieb.

 

Mit diesen neuen Räumlichkeiten wurde auch der Maschinenpark ausgebaut und modernisiert.

 

1974 war die Zeit reif aus der Einzelfirma Paul Käppeli eine Umwandlung in eine Familien-AG „KÄPPELI AG“ umzuwandeln.

 

Ein weiterer grosser Schritt bedeutete der Bau des Geschäftshauses mit Büro, Ausstellung und Wohnungen.

 

Das 100-Jahr-Jubiläum wurde mit einem grossen Firmenfest gefeiert. Es waren viele Gäste und Freunde ins Zelt des Zirkus Monti geladen.

 

Die moderne PC-Installation mit Netzwerk konnte 1991 eingerichtet werden. Heute läuft neben dem kaufmännischen Teil auch die Auftragsbearbeitung mittels CAD.

 

1996, mit dem Eintritt von Mario Käppeli, der vierten Generation, kam wiederum ein neuer Wind ins Firmen-Segel. Mario wusste um den neuen Trend der Bodenbeläge. Mit einer separaten Firma gründete er 1996 die PARKETT KÄPPELI GmbH.

 

Im Jahre 2000 war wiederum eine Neuerung anstehend. Für die neuen Oberflächenbehandlungen und edlen Glanz-Oberflächen wurde ein neuer Trakt für die Lackieranlage gebaut. Im gleichen Zeitraum entstand eine moderne Schnitzel-Heizungsanlage, somit konnte der Betrieb unabhängig vom Heizöl betrieben werden.

 

Durch Neuerungen im Produktionsbereich (im speziellen Abteilung Heizung, Filteranlage und Spritzanlage) ist die Firma KÄPPELI in der Lage, nach allerbesten Grundsätzen ökologisch wie auch ökonomisch zu produzieren.

 

Die Umstrukturierung in der Schreinerbranche geht mit gewaltigen Schritten voran. Bereits 2001 wurde eine CNC-Maschine angeschafft (automatisch gesteuerte Produktion). Allein diese Investition erforderte rund eine halbe Million Franken.

 

Ab 2002 hat die 3. Generation die Verantwortung mit grosser Freude und Genugtuung an die 4. Generation in der Person von Mario Käppeli abgeben können.

 

Mario Käppeli ist für die Geschäftsleitung und den Verkauf im Innenausbau und Küchen-Abteilung zuständig.

 

Heute sind wir personell, technisch, maschinell, räumlich und in Bezug auf Produkte gut ausgerüstet, um auf dem Markt bestehen zu können.

Bild: Sekretärmöbel
Sekretärmöbel von Johann Käppeli